MwSt. Umstellung 2020

Letze Änderung: 26.06.2020

Unser Online Meeting zum Thema hat am Mittwoch den 14.06 um 16:00 stattgefunden.
Leider waren die Kapazitäten voll ausgeschöpft.

Für alle die nicht teilnehmen konnten, werden wir alle Themen und alle F&As hier einarbeiten!


Leitfaden zur MwSt. Umstellung 2020
Völlig überraschend hat die Koalition beschlossen, die MwSt. für das 2. Halbjahr 2020 zu reduzieren. Damit soll ein Konjunkturprogramm im Rahmen der Corona Krise gestartet werden.

Wir haben hier einen Leitfaden für unsere Anwender zusammengestellt, wie die
MwSt. Umstellung zum 1.7.2020
und dann die
Mwst. Rückumstellung zu 31.12.2020
durchgeführt werden kann.


Wichtige Eckdaten zur MwSt. Umstellung 2020

  • Nach heutigem Kenntnissstand soll die MWST vom 1.7.2020 bis zum 31.12.2020 reduziert werden
  • Der volle Steuersatz soll von bisherig 19% auf 16% reduziert werden. -3% MwSt. entspricht einer Preisreduzierung von 2.52%.

    Der ermäßigte Steuersatz soll von derzeit 7% auf 5% reduziert werden. -2 % MwSt. entspricht einer Preisreduzierung von 1,87 %

  • Immer ab dem "Datum der Leistungserbringung" oder Lieferung. Vorabrechnungen sind immer nur Anzahlungen.
  • Wir liefern im Rahmen der Programmpflege ein kostenloses Programmupdate zur MwSt. Umstellung 2020 zeitnah aus. Weiter werden wir Ihnen einen schriftlichen Leitfaden mitliefern.

    Wir unterstützen Sie auch gerne persönlich und individuell im Rahmen unserer kostenpflichtigen Helpline. Bitte bedenken Sie, dass die Helpline aufgrund der vielen gleichzeitigen Kontakte schwer zu erreichen sein wird ! Bitte immer schriftlich kontaktieren. Wir arbeiten die einzelnen Anfragen in der Reihenfolge des Eingangs ab.

  • Handlungsempfehlung des GKV-Spitzenverbandes und der Verbände der Kassenarten auf Bundesebene:

    zu den Auswirkungen der befristeten Absenkung des allgemeinen und ermäßigten Umsatzsteuersatzes zum 1. Juli 2020 auf die Hilfsmittelversorgung


    Stand: 22.06.2020, Gültig bis zum: 31.12.2020 Version: Entwurf,
    GKV-Spitzenverband, Reinhardtstraße 28, 10117 Berlin, Telefon 030 206288-3140
    hilfsmittel@gkv-spitzenverband.de


    Ausgangslage
    Durch das Zweite Gesetz zur Umsetzung steuerlicher Hilfsmaßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise (Zweites Corona-Steuerhilfegesetz) werden zum 1. Juli 2020 der allgemeine Umsatzsteuersatz von 19 % auf 16% und der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 % auf 5 % gesenkt. Dies gilt vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020.

    Von der zeitlich befristeten Änderung der Umsatzsteuersätze ist sind auch ein großer Teil der Lieferungen und sonstigen Leistungen im Hilfsmittelbereich betroffen. Zu den damit verbundenen Umsetzungsfragen gibt der GKV-Spitzenverband gemeinsam mit den Verbänden der Kassenarten auf Bundesebene die vorliegende Handlungsempfehlung ab.

    Das Bundesministerium der Finanzen stimmt derzeit mit den obersten Finanzbehörden der Länder ein begleitendes BMF-Schreibens zur befristeten Absenkung des allgemeinen und ermäßigten Umsatzsteuersatzes zum 1. Juli 2020 ab. Dieses Schreiben wird im Bundessteuerblatt Teil I veröffentlicht und für eine Übergangszeit auf den Internet-Seiten des Bundesministeriums der Finanzen (http://www.bundesfinanzministerium.de) „unter der Rubrik Steuern – Veröffentlichungen zu Steuerarten – Umsatzsteuer“ zum Download bereitstehen. Dort kann derzeit der anliegende Entwurf dieses Schreibens (Stand: 11. Juni 2020) heruntergeladen werden. Das Schreiben wird auch bei Fragen zur Umsetzung der Umsatzsteuerabsenkung im Hilfsmittelbereich zu berücksichtigen sein.

    Allgemeines
    Die Höhe des anzuwendenden Umsatzsteuersatzes (19% bzw. 16% oder 7% bzw. 5%) wird durch den Zeitpunkt bestimmt, in dem der Unternehmer (Leistungserbringer) einen Auftrag (Lieferungen oder sonstige Leistungen "ausführt“ Ohne Bedeutung ist dabei der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses oder der Rechnungsstellung. Auch der Zeitpunkt der Genehmigung durch die Kranken-kasse spielt insofern keine ausschlaggebende Rolle. Der Zeitpunkt/der Zeitraum der Durchführung der Leistung (= Leistungszeitraum) muss in der Rechnung angegeben sein.

    Ein Auftrag ist umsatzsteuerrechtlich ausgeführt
    • bei einer Lieferung, wenn die Verfügungsmacht über die zu liefernde Sache verschafft worden ist.
    • bei Dauerleistungen im Falle wiederkehrender Lieferungen als selbstständige Teilleistungen am Tag der jeweiligen Lieferung.
    • bei Dauerleistungen als sonstige Leistungen (z.B. Vermietungen, Wartungen) mit Vollendung der Leistungserbringung.

    Grundsätzlich lassen sich im Rahmen der Hilfsmittelversorgung insofern drei umsatzsteuerrecht-lich relevante Fallkonstellationen unterscheiden:

    • Kauf des Hilfsmittels, auch bei wiederkehrenden Lieferungen, die nach den Vergütungsverträgen je Stück vergütet werden (z.B. Lanzetten)
    • Wiederkehrende Lieferungen oder Leistungen, die nach den Vergütungsverträgen mehrmalig unterjährig (z.B. monatlich) und häufig pauschal vergütet werden
    • Versorgungs- bzw. Fallpauschalenregelung (sonstige Leistungen)

    Kauf des Hilfsmittels
    Das Hilfsmittel geht beim Kauf in das Eigentum des Versicherten oder der Krankenkasse über. Maßgeblich für die Entstehung der Umsatzsteuer ist der Zeitpunkt, zu dem die Verfügungsmacht über den gelieferten Gegenstand auf den Versicherten übergeht (Tag der Abgabe des Hilfsmittels, ggf. nach erfolgter Anpassung z.B. Bandage, Hörgerät, orthopädischer Schuh). Für alle vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 ausgeführten (beendeten) Versorgungen ist der dann gültige Steuersatz von 16 % bzw. 5 % anzuwenden. Für alle vor dem 1. Juli 2020 oder nach dem 31. Dezember 2020 erfolgten Versorgungen gilt (wieder) der Steuersatz von 19 % bzw. 7 %. Die Anwen-dung des Steuersatzes hängt nicht davon ab, ob die Rechnungsstellung bzw. die Abrechnung noch vor dem 1. Juli 2020 oder erst nach dem 31. Dezember 2020 erfolgt.

    Wiederkehrende Lieferungen oder Leistungen, die nach den Vergütungsverträgen mehrmalig un-terjährig (z.B. monatlich) vergütet werden
    Bei Lieferungen oder sonstigen Leistungen der Hilfsmittelversorgung, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken (Dauerleistungen im umsatzsteuerrechtlichen Sinne) kann es sich auch um die Gesamtheit mehrerer Lieferungen handeln. Hier sehen die Verträge nicht nur einmalige Abrechnungen für den insgesamt vereinbarten Leistungszeitraum, sondern auch Abrechnungen für kürzere Zeitabschnitte (z.B. Monat oder Vierteljahr) vor. Die Hilfsmittel gehen auch in diesem Fall in das Eigentum des Versicherten oder der Krankenkasse über und gelten als sog. selbstän-dige Teilleistungen dann jeweils am Tag jeder Lieferung als ausgeführt. Teilleistungen, die vor dem 1. Juli 2020 ausgeliefert werden, unterliegen dem Steuersatz von 19 % bzw. 7 %, Teilleistungen, die nach dem 01. Juli 2020 ausgeliefert werden, dem Steuersatz von 16 % bzw. 5 %. Erfolgt die Lieferung eines Quartals- oder Monatsbedarfes in mehreren Intervallen, gilt die Leistung mit der letzten Lieferung als ausgeführt und der zu diesem Zeitpunkt gültige Umsatzsteuersatz ist maßgeblich.

    Versorgungs- bzw. Fallpauschalenregelung
    Das Hilfsmittel bleibt Eigentum des Leistungserbringers und wird der Krankenkasse bzw. dem Versicherten für einen längeren, vertraglich vereinbarten Zeitraum zur Nutzung überlassen (Dauerleistung). In den Versorgungspauschalen-Verträgen sind neben der Nutzungsüberlassung des
    Hilfsmittels weitere Folgeleistungen wie Wartungen, Reparaturen oder Nachbetreuungen geregelt. Der Leistungserbringer erhält hierfür in der Regel zu Beginn des vereinbarten Versorgungszeitraums eine Versorgungs- bzw. Fallpauschale. Bei Dauerleistungen, die wirtschaftlich nicht teilbar sind, ist für die Anwendung des zutreffenden Steuersatzes das Ende des Leistungszeitraums maßgeblich. Für in den Pauschalen enthaltene Nebenleistungen, für die das Entgelt nicht gesondert vereinbart worden ist, gelten die gleichen Grundsätze wie für die Hauptleistung selbst. Dies gilt auch für die Lieferung von Verbrauchsmaterialien, für die ein Entgelt nicht gesondert vereinbart worden ist, und die als Nebenleistung im Rahmen einer Nutzungsüberlassung von Hilfsmit-teln erbracht werden. Umsatzsteuerlich handelt es sich um eine unselbstständige Nebenleistung. Die Anwendung des zutreffenden Steuersatzes richtet sich nach dem Zeitpunkt der Ausführung der jeweiligen Hauptleistung.

    Zusammenfassung
    Für alle Lieferungen und sonstige Leistungen, die zwischen dem 1. Juli 2020 und 31. Dezember 2020 ausgeführt (= beendet) werden, muss der neue (abgesenkte) Steuersatz angewendet wer-den.
     Die Höhe des anzuwendenden Umsatzsteuersatzes bestimmt sich allein nach dem Zeitpunkt der Ausführung der Leistung. Ohne Bedeutung ist dabei der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses, der Genehmigung oder der Rechnungsstellung.
     Maßgeblich für den zutreffenden Steuersatz ist bei der Lieferung (Kauf von Hilfsmitteln) mit Einzelabrechnung der Tag, an dem der Versicherte über das Hilfsmittel verfügen kann.
     Bei einer für einen längeren Zeitraum vereinbarten Lieferung oder sonstigen Leistung zur Hilfsmittelversorgung (Dauerleistung) kommt es für den anzuwendenden Steuersatz darauf an, ob die Dauerleistung in wirtschaftlich selbstständige Teilleistungen aufgeteilt und jede Teilleistung für bestimmte Zeitabschnitte gesondert abgerechnet werden kann. Ist dies der Fall, gilt jede Teilleistung dann am Tag ihrer Lieferung/Erbringung als ausgeführt.
     Bei Dauerleistungen, die wirtschaftlich nicht teilbar sind und insgesamt abgerechnet werden, ist für die Anwendung des zutreffenden Steuersatzes das Ende des vereinbarten Leistungszeitraums maßgeblich. Für in den Pauschalen enthaltene Nebenleistungen, für die das Entgelt nicht gesondert vereinbart worden ist, gelten die gleichen Grundsätze wie für die Hauptleis-tung selbst.

  • FAQ-Katalog der AOK-Gemeinschaft zur Umsetzung der tem-porären Umsatzsteuersenkung im zweiten Halbjahr 2020 (vom 01.07.2020 bis einschließlich 31.12.2020), Stand: 26.06.2020


    Der nachstehende Fragen-Antworten-Katalog gilt für alle Verträge, in denen Nettopreise zuzüglich der ge-setzlichen Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) vereinbart sind.
    Daneben findet er Anwendung bei Bruttopreisvereinbarungen, in denen vertraglich eine Anpassung an den jeweils geltenden Umsatzsteuersatz vereinbart ist.


    Thema: Umsatzsteuer bei Vergütungsform „Kauf/Wiedereinsatz des Hilfsmittels“

    Frage:             Welcher Umsatzsteuersatz ist zu welchem Zeitpunkt bei der Vergü-tungsform „Kauf/Wiedereinsatz des Hilfsmittels“ anzuwenden?
    Antwort:         Maßgeblich für die Entstehung der Umsatzsteuer ist, wann die Leistung ausgeführt wird, also der Zeitpunkt der Leistungserbringung (Tag der Ab-gabe des Hilfsmittels, ggf. nach erfolgter Anpassung zum Beispiel bei Ban-dagen, Hörgeräten, orthopädischen Schuhen). Eine Leistung gilt dann als ausgeführt, wenn der Leistungsempfänger (die Krankenkasse bzw. der Versicherte) die Verfügungsmacht über das Produkt erhält. Dies gilt auch für Instandhaltungen (Wartungen) und Instandsetzungen (Reparaturen).
    Für alle vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 ausgeführten Ver-sorgungen ist der dann gültige Steuersatz von 16 % bzw. 5 % anzuwen-den. Für alle vor dem 1. Juli 2020 oder nach dem 31. Dezember 2020 er-folgten Versorgungen gilt (wieder) der Steuersatz von 19 % bzw. 7 %; maßgeblich ist der Tag der Leistungserbringung/der Tag der Abgabe des Hilfsmittels. Die Anwendung des Steuersatzes hängt nicht davon ab, ob die Rechnungsstellung bzw. die Abrechnung noch vor dem 1. Juli 2020 o-der erst nach dem 31. Dezember 2020 erfolgt. Das Verordnungsdatum ist ebenfalls irrelevant.

    BEISPIELE:     Wird beispielsweise ein Hörgerät nach einem Anpassungsprozess dem Versicherten am 7. Juli 2020 übergeben, greift der 5%ige Umsatzsteuer-satz. Werden im Rahmen einer Stückpreis-Einzelabrechnung z. B. 30 Überleit-systeme der PG 03 im Juni 2020 geliefert, die für den Zeitraum vom 15. Juni 2020 bis 14. Juli 2020 vorgesehen sind, ist diese Leistung aufgrund der Lieferung im Juni mit 19 % zu besteuern.


    Thema: Umsatzsteuer bei wiederkehrenden Lieferungen oder Leistungen, die nach den Vergütungsverträgen mehrmalig (z. B. monatlich) vergütet werden

    Frage:           Welcher Umsatzsteuersatz ist zu welchem Zeitpunkt bei wiederkeh-renden Lieferungen oder Leistun-gen, die nach den Vergütungsver-trägen mehrmalig (z. B. monatlich) vergütet werden, anzuwenden?
    Antwort:        Bei Dauerleistungen, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken, muss abgegrenzt werden, ob diese ggf. als Teilleistungen ausgeführt wer-den. Soweit Teilleistungen vorliegen, ist der Tag der jeweiligen Lieferung der Teilleistung für den anzusetzenden Steuersatz maßgeblich. Dies ist z. B. bei den Jahresverordnungen für Inkontinenzhilfen relevant. Hier sehen die Verträge nicht die einmalige Abrechnung für den insgesamt vereinbar-ten Leistungszeitraum, sondern regelhaft eine Lieferung und Abrechnung für kürzere Zeitabschnitte (z. B. Monat oder Vierteljahr) vor. Die Hilfsmittel gehen auch in diesem Fall in das Eigentum des Versicherten oder der Krankenkasse über und gelten als sog. selbständige Teilleistungen am Tag der jeweiligen Lieferung als ausgeführt.
    Teilleistungen, die vor dem 1. Juli 2020 ausgeliefert werden, unterliegen dem Steuersatz von 19 % bzw. 7 %; Teilleistungen, die nach dem 1. Juli 2020 ausgeliefert werden, dem Steuersatz von 16 % bzw. 5 %.

    BEISPIELE:     Eine im Juni 2020 abgegebene Quartalslieferung wird für alle drei Monate des Quartals (Juni, Juli, August 2020) mit 19 % besteuert, eine im Dezem-ber 2020 abgegebene Quartalslieferung (Dezember 2020, Januar, Februar 2021) mit 16 %.

    Bei einer vorliegenden Verordnung einer 2-Monatsversorgung über Stomaartikel aus Juni 2020 wird im Juli 2020 für Juli und August 2020 ge-liefert. Die Rechnungsstellung erfolgt im September 2020. Hier ist der Um-satzsteuersatz vom Juli 2020 mit 16 % anzusetzen, da die Lieferung im Juli für Juli und August 2020 erfolgt ist.

    Auch bei Zwei-Monats-Pauschalen wie z. B. bei Tracheostoma ist der Tag der Lieferung maßgeblich. Wird im Juni 2020 für Juni/Juli 2020 geliefert, ist der bisherige Umsatzsteuersatz von 19 % anzusetzen; wird im Dezember 2020 für Dezember 2020/Januar 2021 geliefert, dann sind für beide Mo-nate 16 % relevant.



    Thema: Umsatzsteuer bei Vergütungsform „Versorgungs- bzw. Fallpauschale“

    Frage:            Welcher Umsatzsteuersatz ist zu welchem Zeitpunkt bei der Vergütungsform „Versorgungs- bzw. Fall-pauschale“ anzuwenden?
    Antwort:        Bei dieser Art der Dauerleistung verbleibt das Hilfsmittel im Eigentum des Leistungserbringers und wird der Krankenkasse bzw. dem Versicherten für einen längeren, vertraglich vereinbarten, Zeitraum zur Nutzung überlas-sen. In den Versorgungspauschalen-Verträgen sind neben der Nutzungs-überlassung des Hilfsmittels oft auch weitere Folgeleistungen wie Wartun-gen, Reparaturen oder Nachbetreuungen geregelt. Der Leistungserbringer erhält hierfür in der Regel zu Beginn des vereinbarten Versorgungszeit-raums eine Versorgungs- bzw. Fallpauschale.
    Bei Dauerleistungen, die wirtschaftlich nicht teilbar sind, ist für die Anwen-dung des zutreffenden Steuersatzes das Ende des Leistungszeitraums maßgeblich, da erst dann die Leistung vollständig ausgeführt ist. Der Zeit-punkt des Ablaufs des vertraglichen vereinbarten Versorgungszeitraums wird aber nur relevant wenn die Leistungsverpflichtung auch bis zu diesem Zeitpunkt bestand. Endet die vertragliche Leistungspflicht aufgrund von Er-eignissen im Einzelfall vorzeitig (z. B. Wechsel der Krankenversicherung, Tod des Versicherten) ist der zu diesem Zeitpunkt geltende Steuersatz maßgeblich.
    Im Rahmen der sog. Ist-Besteuerung wird die Umsatzsteuer aber schon im Rahmen der Abrechnung der Versorgungspauschale in Rechnung gestellt. Grundsätzlich ist der Leistungserbringer verpflichtet, den sachgerechten Umsatzsteuersatz zu verwenden.
    Um Überzahlungen zu vermeiden und die Anwendung einheitlicher Steu-ersätze in Verträgen sicherzustellen, die sowohl Kauf- wie Pauschalpreise enthalten (z. B. Hörgeräteversorgung: Kauf des Geräts und Reparaturpau-schale) wird empfohlen, sich auch bei der Abrechnung von Versorgungs-pauschalen an dem am Tag der Abgabe geltenden Steuersatz zu orientieren.

    BEISPIELE:    Bei Pauschalverträgen über zum Beispiel - Badewannenlifter, die pauschal vergütet werden: Tag der Erstliefe-rung/Erstübergabe, - Sauerstoffkonzentratoren: Tag der Inbetriebnahme. Ist dies beispielsweise der 18. Juli 2020, dann sind diese Pauschalen in der Abrechnung (zunächst) mit 16 % zu versteuern.
    Bei Folgeversorgungen der oben genannten Produkte ist der erste Tag des Folgeversorgungszeitraums nach Auslaufen des zuvor gültigen Ver-sorgungszeitraumes relevant.

    Läuft der erste Versorgungszeitraum am 25. Juli 2020 aus und für die Folgeversorgung ist eine Jahrespauschale vereinbart, beginnt die neue Pauschale am 26. Juli 2020 und läuft bis zum 25. Juli 2021; bei der Ab-rechnung ist (zunächst) der Umsatzsteuersatz in Höhe von 16 % anzuwen-den.


    Thema: Umsatzsteuer in Genehmigungsverfahren

    Frage:         Ist für bereits genehmigte Hilfsmittel ein neuer Kostenvoranschlag erforderlich, wenn die Auslieferung erst im zweiten Halbjahr 2020 erfolgt?
    Antwort:      Bei der Erstellung von Kostenvoranschlägen wird beim Ausweis von Netto-betrag und Umsatzsteuer der Umsatzsteuersatz angegeben, der zum Zeit-punkt der Erstellung des jeweiligen Kostenvoranschlages gültig ist.
    Hinsichtlich tatsächlicher Anwendung respektive Abführung der Umsatz-steuer kommt es aber nicht auf den Zeitpunkt der Erstellung des Kosten-voranschlages oder auf den Zeitpunkt der Genehmigung durch die Krankenkasse, sondern auf den Zeitpunkt der Ausführung der Leistung / auf den Tag der Abgabe an. Die Abrechnung ist ungeachtet des im Rahmen des Genehmigungsverfahrens angesetzten Steuersatzes auf den zum Zeitpunkt der Ausführung der Leistung geltenden Steuersatz umzustellen. Eine erneute Genehmigung ist hierfür nicht erforderlich.

    BEISPIELE:    Der Kostenvoranschlag wird am 20. Juni 2020 erstellt und am 24. Juni 2020 genehmigt. Das Hilfsmittel wird dann erstellt und angepasst und am 16. Juli 2020 ausgeliefert; an diesem Tag wird die Leistung also ausge-führt. Auf dem Kostenvoranschlag ist der zum Zeitpunkt der Erstellung gültige Umsatzsteuersatz in Höhe 19 %, angegeben. Da die Leistung am 16. Juli 2020 ausgeführt bzw. am 16. Juli 2020 das Hilfsmittel abgegeben wird, ist bei der Abrechnung dieser Leistung der zum Zeitpunkt der Abgabe des Hilfsmittels geltende Umsatzsteuersatz in Höhe von 16 % anzuwenden und der Bruttobetrag entsprechend zu reduzieren.







Leitfaden zur MwSt. Umstellung 2020


A) Wir haben am Montag, den 29.06.2020 um 16:30 Uhr die mmOrthosoft® Version 20.1.Build 68 ff veröffentlicht, die die notwendigen Änderungen zur MwSt.-Umstellung beinhaltet.
Diese erfährt täglich Updates, so dass jetzt eventuell schon eine Programmversion mit einer höheren Build Nummer verfügbar ist
.


Bitte aktualisieren Sie Ihr Programm möglichst bald auf Version 20.1.Build 68 ff damit eventuelle Umstiegsprobleme rechtzeitig behoben werden können.

Bitte beachten Sie, diese Versionen benötigen zwingend :
- Das lokale Betriebssystem WIN 10 und den
- ADS 12.0.0.02
- Dringende Empfehlung: Serverbetriebssystem ab MS-Server 2012 R2 ab 5 Plätze

Sollten diese Voraussetzungen NICHT erfüllt sein, ist das MwSt. Update bei Ihnen NICHT voll funktionsfähig.

B) Die mmOrthosoft® DATEV-Schnittstelle benötigt keine Änderung, da laut DATEV - Mitteilung vom 17.06.2020 (Dokument 1009340) mit den gleichen Konten weitergebucht werden kann.
Bis zum 30.06.2020 werden die MwSt. Sätze 7% und 19% verwendet.
Ab dem 01.07.2020 werden die MwSt. Sätze 5% und 16% verwendet.
Bei Buchungen ohne Leistungsdatum bestimmt das Belegdatum den Steuersatz.
In mmOrthosoft® gilt als Belegdatum das Druckdatum.

Erklärung: Da wir für die Krankenkassen Sammelrechnungen mit Belegen unterschiedlicher Leistungserbringungsdaten erstellen müssen, können wir kein einzelnes "Datum der Leistungserbringung" an die DATEV übermitteln.
Das bedeutet für mmOrthosoft® Anwender:
- Alle Rechnungen mit Leistungen bis zum 30. Juni müssen spätestens mit dem Druckdatum 30.06. (Juni Rechnung) gedruckt werden.
- Alle Rechnungen mit Leistungen ab dem 01. Juli müssen mit dem Druckdatum ab 01.07. (Juli Rechnung) gedruckt werden.  

Wir planen derzeit:
Der mmOrthosoft® Anwender wird folgende Schritte an einem von ihm gewählten Stichtag umsetzen:

Schritt 1) Materialpreise aktualisieren.
Bruttopreis neu berechnen (MwSt-Vorteil an Kunden weitergeben)
Alle Bruttopreise anhand des Nettopreises neu berechnen.

oder

Preise anhand der MwSt-Kennung neu berechnen
Alle Verkaufspreise werden folgendermaßen berechnet:

MwSt "1" und "2": Nettopreis bliebt konstant, Bruttopreis wird berechnet.
MwSt "3" und "4": Bruttopreis bleibt konstant, nettopreis wird berechnet


Schritt 2) Dauerversorgungen
Alle offenen Dauerversorgungen, bzw. deren KV werden auf 16% bzw. 5 % MwSt. umgestellt, damit alle daraus folgenden Lieferscheine und Rechnungen mit diesen MwSt. Sätzen berechnet werden.
WICHTIG:  Alle Lieferungen und Lieferscheine bis einschließlich Juni müssen vor diesem Stichtag erstellt worden sein.

Ebenso für die Buchungskennzeichen (MwSt_V,_H,_O) der Warengruppenkonten.

Leitfaden zur MwSt. Umstellung 2020

A) Wir werden eine spezielle mmOrthosoft® Version 20.1.x veröffentlichen, die die notwendigen Änderungen zur MwSt. Änderung beinhält. (Das genaue Build geben wir noch bekannt.)
Bitte aktualisieren Sie Ihr Programm möglichst bald auf Version 20.1, damit eventuelle Umstiegsprobleme rechtzeitig behoben werden können.

Bitte beachten Sie, diese Version 20.1 Build XX benötigt zwingend :
- Das lokale Betriebsystem WIN 10 und den
- ADS 12.0.0.02
- Dringende Empfehlung: Serverbetriebsystem ab MS-Server 2012 R2 ab 5 Plätze

Sollten diese Vorraussetzungen nicht erfüllt sein, ist das MwSt. Update bei Ihnen nicht voll funktionsfähig.


B) Sie sollten sich schon mal bei Ihrem Steuerberater die neuen Erlöskonten für die neuen Steuersätze erfragen. 

Wir planen derzeit:

Der mmOrthosoft® Anwender wird folgende Schritte an einem von ihm gewählten Stichtag umsetzen:

Schritt 1) Materialpreise aktualisieren.
Alle VKs mit MwSt. 1 und 2: Nettopreis bleibt konstant, Bruttopreis wird neu berechnet.
Alle VKs mit MwSt. 3 und 4: Bruttopreis bleibt konstant, Nettopreis wird neu berechnet.

Schritt 2) Dauerversorgungen
Alle offenen Dauerversorgungen, bzw. deren KV werden auf 16% bzw. 5 % MwSt. umgestellt, damit alle daraus folgenden Lieferscheine und Rechnungen mit diesen MwSt. Sätzen berechnet werden.
WICHTIG:  Alle Lieferungen und Lieferscheine bis einschließlich Juni müssen vor diesem Stichtag erstellt worden sein.

Wir sehen vor, dass die Dauerversorgungsumstellungen vor der MwSt. Umstellung durchgeführt werden kann, damit die Juli Lieferscheine gegebenenfalls vor dem 1. Juli erstellt werden können.

Schritt 3) Fibu (Vorgaben)
Es werden Ersetzungstabellen vorgegeben mit der die Filialdaten "ausgetauscht" werden können:
Buchungskennzeichen für MwSt. (Erlöse und Aufwand)
Automatikkonten für MwSt.          (Erlöse und Aufwand)

Ebenso für die Buchungskennzeichen (MwSt_V,_H,_O) der Warengruppenkonten.

Häufige Fragen & Antworten
zur MwSt. Umstellung 2020


F&A: 000A Ladenkassenanwender müssen vor dem 1. Juli umsteigen ...    
Ladenkassenanwender müssen vor dem Kassenstart ab dem 1. Juli umsteigen, alle anderen Anwender können ab dem 1. Juli mit der MwSt.- Version 20.1. ab dem Build 068 ff umsteigen !

Wenn die MwSt-Umstellung durchgeführt wurde, sind die MwSt-Sätze als Vorgabe in den Systemeinstellungen 16% und 5%.

Danach wird an der Ladenkasse automatisch mit diesen MwSt-Sätzen unveränderbar gerechnet.

Bei allen anderen Belegen könnten die MwSt.-Sätze noch einzeln geändert werden.
Das Einspielen des aktuellen Updates und die Durchführung der MwSt-Umstellung ist also für alle Kunden, die die mmOrthosoft®-Ladenkasse einsetzen,
vor dem Tagesstart des 01. Juli 2020 notwendig.
Kunden, die die mmOrthosoft®-Ladenkasse nicht nutzen, könnten ggf. auch nach diesem Zeitpunkt die MwSt.-Umstellung durchführen.


F&A: 000 Wie funktioniert die MwSt.- Umstellung in mmOrthosoft®? 

1. FÜHREN SIE VORAB EINE AKTUELLE DATENSICHERUNG DURCH!
2. Laden Sie die Version mit der MwSt Umstellung aus der Mailbox (2020.1.68 ff)
3. Starten Sie alle Computer inklusive dem Server NEU
4. Spielen Sie das Update ein.
5. Führen Sie die MwSt Umstellung manuell wie folgt durch:

EXTRAS - Systemeinsellungen - Firma - Diverses
und klicken Sie dort auf:

<%MWST-Umstellung>

folgen Sie den Anweisungen am Bildschirm

Nach der Umstellung arbeiten Sie wie gewohnt weiter. Neue Belege werden mit den neuen MwSt vorgaben angelegt. Alte mit den Alten Mwst Sätzen übernommen. Allerdings erfolgt eine Meldung als Hinweis.

HINWEIS:
Die Mwst Vorgaben können in jedem Beleg nachträglich auf Reiter 4 händisch geändert/zurückgesetzt werden.

F&A: 001 Können erst nach dem Update die entsprechenden Erlöse und Aufwandskonten hinterlegt werden? (letzte Änderung 26.06.2020)
Es sind keine neuen Konten dann zu hinterlegen, wenn Sie den MwSt.- Vorteil an Ihren Kunden weitergeben. Die neuen MwSt.-Umsätze werden erst nach dem Update mit den aktuell gültigen Steuersätzen verbucht.
Die DATEV verwendet kurzfristig keine neuen Erlöskonten, sondern verbucht auf gleiche Erlöskonten auf Basis des Belegdatums. Möchten Sie einen Beleg an das Leistungserbingerdatum vor dem 01.07.2020 anpassen,
ändern Sie mit dem Steuersatz (Reiter4) auch das Erlös- bzw. Aufwandskonto, dass Sie zuvor mit Ihrem Steuerberater abtimmen müssen, wenn Sie die FIBU nutzen, bzw. wegen der Voraussetzungen der DATEV.
Bei einer Abänderung werden Sie von mmOrthosoft gewarnt:
Meldung "Achtung: Mwst.-voll (19%) entspricht nicht den Systemeinstellungen von 16%"
- Weiter Button                                                                  
Meldung "Achtung: Mwst.-halb (7%) entspricht nicht den Systemeinstellungen von 5%"
- Weiter-Button - 

F&A: 002 Muss das Liefer - oder Leistungsdatum auf die Rechnung? 
Definition: Die Begriffe Leistungsdatum bzw. Lieferdatum beziehen sich auf das Datum, an dem eine Leistung erbracht oder eine Ware übergeben wird.
Muß das Leistungsdatum auf der Rechung angegeben werden?
Das Leistungsdatum/Lieferdatum muss tatsächlich auf der Rechnung ausgewiesen werden, da man sonst die Gefahr läuft, dass das Finanzamt den Vorsteuerabzug ablehnt. Es reicht eine Monatsangaben und es ist erlaubt auf den zur Rechnung gehörigen Lieferschein zu verweisen.
Eine Ausnahme gibt es dabei jedoch: Bei Kleinbetragsrechnungen (maximal 250€) muss das Leistungsdatum nicht angegeben werden.
Was passiert, wenn das Leistungsdatum auf der Rechung nicht angegeben ist?
Wenn das Leistungsdatum unbekannt ist, handelt es sich automatisch um eine Anzahlung. Dabei muss dann auf der Rechnung angegeben werden, dass die Leistung noch nicht erbracht wurde.

F&A: 003 Muss eine Übergangszeit mit unterschiedlichen Steuersätzen parallel gearbeitet werden? 
Nein, eine Parallelbearbeitung soll es nicht geben. Da für die korrekte Ermittlung des MwSt.-Satzes das "Datum der Leistungserbringung" gilt, müssen Sie alle Leistungen,
die vor dem 30.06 erbracht wurden, bis spätestens am 30.6 in einer Rechnung "gedruckt" werden.
Die ab dem 01.07 erbrachten Leistungen, werden in Rechnungen ab dem 01.07 "gedruckt".
(Weil in der DATEV das Belegdatum (= Druckdatum) als Grundlage für den richtigen MwSt. Satz verwendet wird.)

F&A: 004 Was sind Ersetzungstabellen? (letzte Änderung 26.06.2020)
Es werden keine Ersetzungstabellen benötigt. 

F&A: 005 Was passiert bei mit 19% MwSt angelegten Vorgängen, die nach der Umstellung abgeholt werden? (letzte Änderung 26.06.2020)
Ist der Kostenvoranschlag mit dem alten MwSt.-Satz angelegt und genehmigt worden, muss bei einer Abholung und Zahlung der zum Zeitpunkt der Leistung  gültige MwSt-Satz genommen werden. 
-siehe Beispiel auf: ww.funda.mmorthosoft.de

F&A: 006 Welche Einstellungen sind bei Materialien mit P-Preis zu beachten? (letzte Änderung 26.06.2020) 
Die MwSt- Umstellung in mmOrthosoft® wird die Neuberechnung der Bruttobeträge unterstützen.

F&A: 007 Wie sind Fallpauschalen zu handhaben, welche Regelungen gibt es zu neuen MwSt. Sätze?
Fallpauschalen sind Vertragspreise, Vertragspreise werden laut den Krankenkassen nicht verändert. 

F&A: 008 Wie werden die Preise im Material bei der MwSt-Umstellung neu berechnet?  (letzte Änderung 26.06.2020)
Nettopreise (MWST Kennung 1,2) bleiben gleich. Die Bruttopreise werden aufgrund der neuen MwSt. neu errechnet.
Bei Bruttopreisen(MWST Kennung 3,4) können Sie bei der Umstellung entscheiden:
-Wollen Sie den MwSt-Vorteil an Ihre Kunden weitergeben, werden die Bruttopreise anhand der Nettopreise neu berechnet.
-Wollen Sie  den MwSt-Vorteil NICHT an Ihre Kunden weitergeben
 werden anhand der Bruttopreise die Nettopreise neu ermitttelt.

F&A: 009 Ist es möglich schon vor dem 01.07. das update aufzuspielen? Was ist zu beachten? (letzte Änderung 26.06.2020)
Sie können das Update von mmOrthosoft® zum MwSt.-Vorteil, wenn früher als zum 30.06. 2020 verfügbar,
über die Mailbox downloaden und installieren (Datensicherung vorab zu empfehlen, alle sonstigen Nutzer abmelden!).
Damit die neuen MwSt.- Sätze auch berechnet werden, ist folgender Schritt nötig:

Extra - System Einstellungen - Diverses: finden Sie einen Button "MwSt-Umstellung"

Einleitung: Text und Erläuterungen zur Umstellung der MwSt. 2020.. drücken Sie "Weiter"

Materialpreise: Preise aktualisieren- bitte einen Haken setzen -- dann entscheiden Sie bitte:

Bruttopreis neu berechnen (MwSt-Vorteil an Kunden weitergeben)
Alle Bruttopreise anhand des Nettopreises neu berechnen.

oder

Preise anhand der MwSt-Kennung neu berechnen
Alle Verkaufspreise werden folgendermaßen berechnet:

MwSt "1" und "2": Nettopreis bliebt konstant, Bruttopreis wird berechnet.
MwSt "3" und "4": Bruttopreis bleibt konstant, nettopreis wird berechnet

nach Auswahl, wählen Sie bitte "Weiter"

Dauerversorgung
wählen Sie "Alle offenen DV umstellen"- oder wenn Sie die Dauerversorgung nicht umstellen möchten (kann nachträglich noch ausgeführt weden, jedes Ausführen ist nicht umkehrbar) wählen Sie "Ausführen"

"Hiermit bestätigen Sie, dass Sie soeben eine Datensicherung durchgeführt haben!"
Sie werden gebten ein "ok" einzugeben mit dem Ergebnis, dass alle Preise wie aktiviert neu berechnet werden.


F&A: 010 Müssen alle Produkte mit den neuen Preisen neu ausgezeichnet werden?  
Nach unseren Informationen müssen NICHT alle Produkte neu ausgezeichnet werden.
Es ist wohl möglich im Verkaufsraum darauf hinzuweisen, dass die richtige MwSt. (durch einen zusätzlichen Rabatt) an der Ladenkasse berücksichtigt wird!   

F&A: 011 Wird die MWST Umstellung schon beim Update Einspielen automatisch aktiviert?
Nein,
Sie müssen nach dem Einspielen des entsprechenden Updates
MANUELL auf:

EXTRAS - Systemeinsellungen - Firma - Diversese
und dort die:
<%MWST-Umstellung>
durchführen  

F&A: 012 Welches Datum ist wichtig für die Verwendung des richtigen MwSt-Satzes?
Für die richtige MwSt ist das Datum der Leistungserbringung maßgebend
(Liefer- bzw. Leistungsdatum im Belegvorgang).
Da bedeutet, dass Sie bei der Rechnungsstellung darauf achten müssen, dass Sie den beim Zeitpunkt der Leistungserbringung GÜLTIGEN Mwst.-Satz verwenden.
(Beispiel. Finden Sie auf der F&A: 012, www.funda.mmorthosoft.de)


F&A: 014 Testkasse- Die Mwst. Änderung kann nicht aktiviert werden, wegen einer ungenutzten Kasse? 
Vor dem Ausführen des Menue Punktes "MwSt. Änderung" (Extra- System Einstellungen- Diverses) müssen u.a. alle Ladenkassen einen Tagesabschluss gebucht haben!
Ist eine Ladenkasse noch nicht mit Tagesende / -Abschluss gebucht, ist das Menue gesperrt (ausgegraut) und Ihnen wird angezeigt bei welcher Ladenkasse das so ist (Nummer und ggf. Bezeichnung)!
Handelt es sich dabei um eine Testkasse (siehe Inventar), ordnen Sie einem Mitarbeiter die Testkasse zu und buchen ein Tagesende. Danach könenn Sie die Einstellungen des Nutzers wieder zurückstellen.
Dann ist der Menu Punkt zum Einspielen der neuen Mwst.- Sätze aktiviert.
(Bitte vorab: Datensicherung und folgen Sie den Einträgen auf der F&A zu diesem Thema).

F&A: 020 Müssen Bruttopreise (Verträge) neu- oder umgerechnet werden?
Bruttopreise bleiben wie bisher, in der Regel gilt die Vereinbarung: Im Bruttopreis ist die zum Lieferdatum gültige MwSt. enthalten. (Das entspricht einer kleinen Gewinnerhöhung für den Verkäufer)

F&A: 021 Wie sollen Rechnung eingegeben werden, mit z.B. 16% und 19%?
Sie können in einer Rechnung nur VOLLE und HALBE Steuersätze verwenden.
und Sie können diese auf Reiter 4 jeweils anpassen.
Wenn, dann müssten Sie die Rechnung in ZWEI Rechnungen aufteilen und jeweils den Steuersatz auf Reiter 4 anpassen.

F&A: 022 Wird es eine Anpassung der Vertragspreise geben?   
Vertragspreise bleiben wie gehabt, keine Anpassung, zumindest sehen das die Verbände und Kassen derzeit noch so, wir warten weitere Informationen ab.    

F&A: 031 Werden die bisherigen Steuerschlüssel in Orthosoft  um die neuen MwSt-Sätze erweitert ? (letzte Änderung 26.06.2020)
Nein, denn an den Einstellungen zur Berechnung und den Ausweisen der MwSt. an sich ändert sich nichts. Es wird nur der Steuersatz angepasst.

F&A: 040 Kann man nach der MwSt. Umstellung alte Belege (mit alten MwSt. Sätzen) weiterbearbeiten? (letzte Änderung 26.06.2020)
Ja, denn die MwSt. Sätze werden pro Beleg in den Kopfdaten der Belege gespeichert (Reiter4).

F&A: 050 Kann man in einem Beleg alten und neuen MwSt.-Satz verwenden?     
Nein, jeder Belege speichert in den Kopfdaten seinen spezifischen "Vollen" und "Ermäßigten" Steuersatz.
Daher müssen alle Belege nach altem und neuen Steuersätzen aufgeteilt werden.
Beispiel:  Rezepte die im Juni ausgeliefert werden, werden in einer Juni Rechnung ausgeliefert
               Rezepte die im Juli ausgeliefert werden, werden in einer Juli Rechnung ausgeliefert

F&A: 060 Kann man versehentlich mit der falschen MwSt. angelegte Belege nachträglich ändern?       
Ja, da die Belege in den Kopfdaten die MwSt. Sätze beinhalten, kann jeder Beleg manuell auf die richtigen MwSt. Sätze umgestellt werden. Danach meldet das Programm, dass die Positionen und damit die MwSt. neu durchgerechet werden.

F&A: 070 Wie behandeln wir Dauerversorgungen ?   
MWST-UMSTELLUNG 2020  Dauerversorgungen in mmO
Da ab Juli alle Folgebelege der DV (LS,RE) mit neuen MwSt-Sätzen erstellt werden sollen, müssen wir die Kopfdaten des KV ändern.
Dies ist bei genehmigten KVs problematisch, weil wir die Inhalte (Bruttopreise) ändern.
Deshalb hängen wir ein SYS-Memo (kann nicht gelöscht oder geändert werden) mit folgendem Text an den jeweiligen Beleg:
"MwSt-Umstellung Juli 2020, Dieser KV wurde am tt.mm.jj nachträglich abgeändert."
Damit die weiteren Leistungen aus diesem Auftrag mit den geänderten MwSt-Sätzen berechnet werden können, mussten wir die
volle MwSt von 19% auf 16% und die ermäßigte MwSt von 7% auf 5% ändern.
Dies veränderte die Bruttosumme des KV von xxxx.xx auf yyyy.yy Euro.
Die Änderungen sind rein MwSt.-technisch bedingt und haben keinen Einfluss auf die ursprünglich genehmigten Positionen und Leistungen.
Die Änderungen werden voraussichtlich am 1.1.2021 wieder zurückgenommen und damit der ursprüngliche Zustand der Daten wiederhergestellt.

F&A: 080 Müssen die Kassenverträge geändert werden ?             
Nein, die Kassenverträge müssen nicht geändert werden.
Die meisten Krankenkassenverträge enthalten Nettopreise. Die Nettopreise bleiben konstant. Die Bruttopreise werden automatisch aufgrund der neuen MwSt-Sätze (16% und 7%) neu berechnet.
Bei Verträgen mit Bruttopreisen bleiben die Bruttopreise konstant, nur die Nettopreise werden neu berechnet. (Vereinbarung mit den Krankenkassen)

Häufige Fragen & Antworten
zur MwSt. Umstellung 2020


F&A: 000 Welches Datum ist wichtig für die Verwendung des richtigen MwSt. Satzes?  

Für die richtige MwSt. ist das Datum der Leistungserbringung maßgebend.
Siehe Angabe des Liefer- bzw. Leistungsdatum auf der Rechnung.

F&A: 002 Muss das Liefer - oder Leistungsdatum auf die Rechnung? 
Definition: Die Begriffe Leistungsdatum bzw. Lieferdatum beziehen sich auf das Datum, an dem eine Leistung erbracht oder eine Ware übergeben wird.
Muß das Leistungsdatum auf der Rechung angegeben werden?
Das Leistungsdatum/Lieferdatum muss tatsächlich auf der Rechnung ausgewiesen werden, da man sonst die Gefahr läuft, dass das Finanzamt den Vorsteuerabzug ablehnt. Es reicht eine Monatsangaben und es ist erlaubt auf den zur Rechnung gehörigen Lieferschein zu verweisen.
Eine Ausnahme gibt es dabei jedoch: Bei Kleinbetragsrechnungen (maximal 250€) muss das Leistungsdatum nicht angegeben werden.
Was passiert, wenn das Leistungsdatum auf der Rechung nicht angegeben ist?
Wenn das Leistungsdatum unbekannt ist, handelt es sich automatisch um eine Anzahlung. Dabei muss dann auf der Rechnung angegeben werden, dass die Leistung noch nicht erbracht wurde.

F&A: 010 Müssen alle Produkte mit den neuen Preisen neu ausgezeichnet werden?  
Nach unseren Informationen müssen NICHT alle Produkte neu ausgezeichnet werden.
Es ist wohl möglich im Verkaufsraum darauf hinzuweisen, dass die richtige MwSt. an der Ladenkasse berücksichtigt wird!      

F&A: 020 Müssen Bruttopreise (Verträge) neu- oder umgerechnet werden?
Bruttopreise bleiben wie bisher, in der Regel gilt die Vereinbarung: Im Bruttopreis ist die zum Lieferdatum gültige MwSt. enthalten. (Das entspricht einer kleinen Gewinnerhöhung für den Verkäufer)

F&A: 022 Wird es eine Anpassung der Vertragspreise geben?   
Vertragspreise bleiben wie gehabt, keine Anpassung, zumindest sehen das die Verbände und Kassen derzeit noch so, wir warten weitere Informationen ab.    

F&A: 030 Benötigen wir neue Steuerschlüssel  und neue Erlöskonten für die Fibu?  
Ja, wir benötigen neue Steuerschlüssel und neue Erlöskonten
Bisherig verwendete Steuerschlüssel:
0 = Ohne Mwst oder Ausland
1 = 19% netto
2 = 07% netto
3 = 19% brutto
4 = 07% brutto
Zukünftig zu verwendente Steuerschlüssel:
5 = 16% brutto
weitere wurden noch nicht veröffentlich !
? = 16 netto
? = 05 brutto
? = 05 netto
Die von Ihrem Steuerberater zukünftig verwendeten Erlöskonten zu den neuen noch nicht bekannten Steuerschlüssel müssen Sie bei Ihrem Steuerberater persönlich anfragen !

F&A: 040 Kann man nach der MwSt. Umstellung alte Belege (mit alten MwSt. Sätzen) weiterbearbeiten?
Ja, denn die MwSt. Sätze werden pro Beleg in den Kopfdaten der Belege gespeichert.

F&A: 050 Kann man in einem Beleg alten und neuen MwSt.-Satz verwenden?     
Nein, jeder Belege speichert in den Kopfdaten seinen spezifischen "Vollen" und "Ermäßigten" Steuersatz.
Daher müssen alle Belege nach altem und neuen Steuersätzen aufgeteilt werden.
Beispiel:  Rezepte die im Juni ausgeliefert werden, werden in einer Juni Rechnung ausgeliefert
               Rezepte die im Juli ausgeliefert werden, werden in einer Juli Rechnung ausgeliefert

F&A: 060 Kann man versehentlich mit der falschen MwSt. angelegte Belege nachträglich ändern?       
Ja, da die Belege in den Kopfdaten die MwSt. Sätze beinhalten, kann jeder Beleg manuell auf die richtigen MwSt. Sätze umgestellt werden. Danach meldet das Programm, dass die Positionen und damit die MwSt. neu durchgerechet werden.


F&A: 070 Wie behandeln wir Dauerversorgungen ?   
MWST-UMSTELLUNG 2020  Dauerversorgungen in mmO
Da ab Juli alle Folgebelege der DV (LS,RE) mit neuen MwSt-Sätzen erstellt werden sollen, müssen wir die Kopfdaten des KV ändern.
Dies ist bei genehmigten KVs problematisch, weil wir die Inhalte (Bruttopreise) ändern.
Deshalb hängen wir ein SYS-Memo (kann nicht gelöscht oder geändert werden) mit folgendem Text an den jeweiligen Beleg:
"MwSt-Umstellung Juli 2020, Dieser KV wurde am tt.mm.jj nachträglich abgeändert."
Damit die weiteren Leistungen aus diesem Auftrag mit den geänderten MwSt-Sätzen berechnet werden können, mussten wir die
volle MwSt von 19% auf 16% und die
ermäßigte MwSt von 7% auf 5% ändern.
Dies veränderte die Bruttosumme des KV von xxxx.xx auf yyyy.yy Euro.
Die Änderungen sind rein MwSt.-technisch bedingt und haben keinen Einfluss auf die ursprünglich genehmigten Positionen und Leistungen.
Die Änderungen werden voraussichtlich am 1.1.2021 wieder zurückgenommen und damit der ursprüngliche Zustand der Daten wiederhergestellt.

Haben sie weitere häufige Fragen zur MwSt. Umstellung 2020?

Benutzen Sie einfach das untenstehende Formular, wir arbeiten die Fragen & Antworten hier ein!

Bitte informieren Sie sich immer hier auf unserer Internetseite unter: [Betreuung],[Leitfaden MwSt. Umstellung 2020].

Oder in unserer tagesaktuellen F&A im Internet unter: www.funda.mmorthosoft.de

Häufige Fragen

zur MwSt. Umstellung 2020.

  • F&A: 000 Welches Datum ist wichtig für die Verwendung des richtigen MwSt. Satzes

    Für die richtige MwSt. = das Datum der Leistungserbringung maßgebend.
    Siehe Angabe des Liefer- bzw. Leistungsdatum auf der Rechnung

  • F&A: 002 Muss das Liefer - oder Leistungsdatum auf die Rechnung ?
  • F&A: 010 Müssen alle Produkte mit den neuen Preisen neu ausgezeichnet werden ?
  • How much do I get from each sale?

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